Ihre Absicherung im Berufsleben – die VSH

Beim Abschluss einer Vermögensschaden- Haftpflicht- Versicherung (VSH) sollten Sie besondere Sorgfalt walten lassen. Die richtige Wahl kann im Schadenfall von entscheidender Bedeutung sein.

Auf diese Punkte sollten Sie besonders achten:

  1. Wie hoch ist die Versicherungssumme pro Schadensfall? Wie hoch ist die Höchstleistung für alle Schadensfälle eines Jahres (Maximierung)?
  2. Gewährt der Versicherer auch Schutz für Folgen eines während der Versicherungsdauer begangenen Verstoßes, die erst nach Beendigung des Versicherungsvertrages bekannt werden (Nachhaftung)?
    Wenn ja, für wie lange?
  3. Was beinhaltet die Deckung? Hier ist das Augenmerk insbesondere auf die Ausschlüsse und Einschränkungen zu richten. Üblicherweise  bezieht sich der Versicherungsschutz nicht auf Haftpflichtverstöße wegen vorsätzlicher Schadensverursachung oder wegen Schäden aus wissentlicher Pflichtverletzung (Ratzke & Ratzke bietet hier – als Einziger am Markt – die Klausel „wissentliche Pflichtverletzung“ als Deckungserweiterung an, die auch bedingten Vorsatz einschließt).
  4. Beim Wechsel des Versicherers: Wie steht es mit der Übernahme der Nachhaftung aus dem Vorvertrag?
    Gewährt der Versicherer auch Schutz für Folgen eines während der Laufzeit bei der Vorversicherung begangenen Verstoßes, die erst während der Laufzeit des neuen VSH-Vertrages bekannt werden und bei denen der Vorversicherer aufgrund des Ablaufs der Nachhaftungsfrist keinen Versicherungsschutz mehr zu gewähren hat?

Für die Versicherungsvermittlung nach § 34d  der Gewerbeordnung (GewO) ist das Bestehen einer Vermögensschaden- Haftpflicht- Versicherung  seit Mitte 2007 gesetzlich gefordert. Mit der Umstrukturierung der Gewerbeordnung durch das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts hat der Gesetzgeber nun eine analoge Regelung für den Finanzanlagenvermittler (§ 34f GewO n.F.) getroffen: Wer diese Tätigkeit ausüben will, muss ab 01. Januar 2013 eine VSH-Deckung nachweisen, die den gesetzlichen Mindestanforderungen genügt. Außerdem muss er natürlich über die nötige Zuverlässigkeit und Kompetenz (Sachkundenachweis) verfügen sowie  in geordneten Vermögensverhältnissen leben.

Weitere Informationen zu den Änderungen durch das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts, insbesondere zum Finanzanlagenvermittler erhalten Sie unter Synopse.

Oder rufen Sie uns einfach an! Wir beraten Sie gern!